Linux – ein Selbstversuch

Ein Festplattencrash brachte mich in die Situation meinen Rechner komplett neu einzurichten. Und da dies schon immer einen gewissen Reiz ausmachte und ich in der Vergangenheit schon mehrfach darüber nachgedacht hatte, habe ich spontan entschieden die Lizenzkosten für ein neues Windows zu sparen und bin zu Linux, genauer Debian Linux (etch) umgestiegen.

Der Anfang war recht holprig, doch so langsam fühlt es sich „gut“ an. Einige Probleme hatte ich zunächst meinen DVD-Writer (SATA) einzubinden, was ich allerdings mit Hilfe einiger freundlicher Zeitgenossen (siehe: debianforum.de) lösen konnte.

Im Grunde musste ich nur einen aktuelleren Kernel installieren, damit er die Hardware korrekt erkennen konnte. Den neuen Kernel hab ich von backports.org direkt über das hervorragende Paketverwaltungstool apt-get von Debian ziehen können, was ich jetzt schon unter Windows vermissen würde 🙂

Leider konnte ich damit immer noch nicht meine Kauf-DVDs ansehen, was ich allerdings recht fix selbst lösen konnte, indem ich einfach das Modul „libdvdcss2“ installiert habe. Dafür ist nur ein weiterer Eintrag in der Quellenliste (/etc/apt/sources.list) für apt-get notwendig.

Durch Hinzufügen einiger anderer interessanter Pakete konnte ich mir das Linux nun schon recht angenehm einrichten und vermisse im Moment nicht wirklich was. So sind Firefox und Thunderbird, zwar unter anderen Namen, auch für Debian verfügbar. Musikplayer gibt es eine zahlreiche Auswahl, ebenso Videoplayer. Da ich schon seit längerem mit OpenOffice arbeite gibt es auch hier keine Einschränkungen. Zum Chatten verwende ich im Moment Pidgin, was zwar etwas anders funktioniert als Miranda zuletzt, aber den Zweck gut erfüllt. Ansonsten gibt es mit Gimp ein Programm, welches meine Fotobearbeitungswünsche vermutlich komplett abdeckt.

Obwohl ich im Moment natürlich noch lange nicht alle Anwendungsfälle, die bei mir privat auftauchen, hatte, will ich doch ein erstes Fazit ziehen und meinen Wechsel als positiv beschreiben. Zwar ist Linux nach wie vor nicht für unbedarfte Enduser geeignet, aber wenn man als Windowsuser halbwegs erfahren ist und sich auch nicht scheut mal nachzulesen oder die Kommandozeile zu verwenden, kann man echt ne Menge Spass mit Linux haben und das auch noch ganz kostenlos. Eigentlich unglaublich 🙂

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